Testberichte Triple Seven


Test des King (EN-D) , Grösse S

Der King wurde bereits von Ziad Bassil getestet und sein Fazit: Derzeit der leistungsstärkste EN-D-Schirm, vor allem was das Gleiten angeht. Wir waren neugierig, den King zu fliegen, um selber einen Eindruck zu erhalten.

Startvorbereitung/ -verhalten Die Startvorbereitungen gestalten sich einfach. Die wenigen Stammleinen sind rasch sortiert. Allerdings können sich die sehr dünnen Galerieleinen auch rasch etwas verheddern, doch wer ein Gerät in dieser Leistungsklasse fliegt, weiss, dass er oder sie dies in Kauf nehmen muss.

Der Start mit dem King gelingt wirklich einfach, wir hatten etwa 10 km/h Rückenwind und der King stieg verlässlich und in einm Block über den Piloten.

Seitenklapper Bei den nur zwei kurzen Flügen klappte ich den Schirm nur mit den zwei äusseren A-Leinen. Um grössere Einklapptiefen zu erreichen, müsste man auch die dritte, sprich alle zwei A-Gurte runterziehen. Da ich es vorziehe, einen Schirm in dieser Klasse langsam kennen zu lernen, leitete ich die Klapper nur über die zwei äusseren A-Leinen ein. Dabei klappte die Seite bis zu 40% ein, der King reagiert darauf sehr gelassen, er dreht praktisch nicht weg. Der eingeklappte Flügel, wie im Video sichtbar, entleerte sich rasch und blieb stabil eingeklappt. Der Flügel öffnet nicht mehr selbst, muss also vom Piloten aktiv herausgepumpt werden. Grössere Klapper können sicher heftigere Reaktionen zeigen... dies vielleicht bei einem weiteren Testflug.

Flug Ich konnte leider nur zwei Testflüge absolvieren, daher ist es schwierig genauere Aussagen zu machen. Ich flog den King bei leichter Thermik. Das Drehverhalten würde ich in etwa mit dem des Gin Boomerang GTO 2 vergleichen. Ich hatte den Eindruck, dass der King weniger in sich arbeitet als der GTO 2. Vielleicht werde ich bald etwas genauer über das Flugverhalten berichten können... in den nächsten Tagen ist allerdings Föhnsturm angesagt...

Fazit Mir macht der Schirm einen guten Eindruck. Das Klappverhalten bei grösseren Einklapptiefen wäre noch interessant. Das Testprotokoll ist seit dem 06.02.2016 auf Para-Test online. Auf jeden Fall hatte ich sofort ein gutes Gefühl unter dem Schirm und das ist grundsätzlich schon ein gutes Zeichen!

 


Test des Rook 2 , Grösse MS (80kg - 100kg)

Die in Wettbewerbskreisen gut bekannten Valic-Brüder benennen ihre 777-Schirme nach englischen Schachfiguren. Ihr neuester Wurf ist der EN-B (Rook2). Bei den Entwicklungen steht vor allem die Leistung im Vordergrund. Der Rook 2 von Triple Seven polarisiert gleich zu Beginn mit seinem ausgefallenen Design. Mir hat das Design auf Anhieb gefallen, doch Beat konnte sich da weniger erwärmen.

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Startvorbereitung/ -verhalten Beim Auslegen des Rook 2 fällt einem sogleich die wirklich ausgeprägte Sharknose auf. Das Sortieren der Leinen gelingt recht einfach, auch wenn sich die Leinen doch etwas verheddern – Die Leinen fallen also nicht einfach auseinander! Die Tragegurte sind an den A-Gurten, wie nun bei den meisten Highend-B-Schirmen, geteilt. Cool wäre, wie übrigens beim Elan von Mac Paratechnology, dass die Gurten bei der Schlaufe zum Einhängen in die Karabiner etwas breiter wären, was die Tendenz zum Verdrehen der Gurte nach dem Einhängen wesentlich verringern würde (Dies ist auch eine Schwäche der Gurten bei Ozone – aus unserer Sicht). Ich habe den Rook 2 rückwärts gestartet – dies war sehr einfach. Der Schirm überschiesst nicht, bleibt aber auch nicht hängen – sehr gut!

Seitenklapper Ich flog den Rook 2 ein Mal und habe dabei Einklapper bis ca. 60% provoziert. Der Schirm dreht sehr wenig weg, die Gegenseite rollt dabei leicht ein, ein Verhalten, welches ich beim Mentor 4 bereits kennen gelernt habe. Das Klappverhalten ist überschaubar und einfach zu beherrschen. Klapper mit mehr als 60% haben wir nicht ausgeführt, daher ist ein dynamischeres Verhalten bei grösseren Klappern nicht auszuschliessen.

Ohren anlegen Die Ohren können mit den gegabelten Gurten einfach eingezogen werden. Dabei schlagen die Ohren wenig. Ein einfach auszuführendes Manöver.

Flug Ich und Beat flogen den Rook 2 in der Grösse MS mit rund 92 kg Gesamtgewicht (exklusiv Kappengwicht). Ich fühlte mich sofort wohl unter dem Schirm. Das Eindrehen in die Thermik gelingt gut und der Schirm dreht flach und sehr effizient. Beat beobachtete, dass sich doch manchmal ein Ohr einrollt, es sich dann aber gleich wieder von selbst öffnet. Der Schirm kann einfach mit mehr Bremsleinenzug in grössere Schräglage gebracht werden. Speziell war für mich der Bremsleinenzug beim Drehen mit dem Rook 2. Ich glaube, ich hatte noch nie einen Schirm mit dieser Charakteristik geflogen. Er dreht sich sehr direkt mit einem doch markanten, aber nicht unangenehmen Zug auf den Bremsen. Man hat das Gefühl, als ob man einen Sportwagen steuert, der sich sehr gut in die Kurven steuern lässt und dabei das Gefühl vermittelt, als ob die Servounterstützung der Lenkung aber etwa mit 20% reduziert wurde. Anders kann ich das Gefühl an den Bremsen nicht beschreiben. Ich beschleunigte den Rook 2 bei einer Talquerung und ich flog gleich mit 45km/h und ich hätte noch etwas Beschleunigungsweg gehabt. Das Gefühl dabei ist, dass der Rook nach wie vor sehr gut gleitet, leider konnten wir aber keinen Vergleich mit anderen Geräten ziehen. Beat hat festgestellt, dass sich die Nase im beschleunigten Flug doch sichtbar eindellt. Eine Eigenschaft, welche wir bei anderen Schirmen wie dem Elan oder dem Rush 4 nicht kennen.

Fazit Wer ein erfrischend anderes Handling sucht und einen Schirm, der sich sehr exakt und direkt sowie effizient in der Thermik drehen lässt, sollte den Rook 2 einfach einmal testen. Vielleicht werden wir noch einmal die Möglichkeit erhalten, den Schirm zu fliegen, damit wir noch etwas detaillierter über diesem Schirm Auskunft geben könnten.

 

 

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