Testberichte Icaro
Test des brandneuen Icaro Maverick 2, Grösse M - 17.01.2012
Am 14. Januar zeigten sich die ersten thermischen Vorboten des Frühlings. In der am Vortag eingeflossenen Kaltluft konnte sich nicht hochreichende aber dafür tolle Thermik entwickeln. Noch 150 Meter über Grund konnte die Thermik ausgewertet und damit wieder Höhe gemacht werden. Ich konnte den neuen Maverick 2 von Icaro in diesen genialen Bedingungen während 1 ½ Stunden ausgiebig testen. Zuerst aber alles von Anfang an. Wir testeten den Maverick 2 mit einem Gesamtgewicht von ca. 85-90 kg (Pilotengewicht 70 kg) bei einer ausgelegten Fläche von 27qm in der Grösse M. Damit ist der Maverick 2 fast 2qm grösser als die Streckenschirme der Konkurrenz. Der Maverick 2 hat aus unserer Sicht noch richtig „gesunde“ Leinen, was uns gefallen hat. Leistung muss ja nicht um jeden Preis erreicht werden. Die Befestigung des Bremsgriffes mit einem starken Magnet und die Bremsleinenbefestigung, welche ein Verdrehen verhindert, sind uns sehr positiv aufgefallen. Beim Start steigt der Maverick 2 verlässlich hoch und hatte eine geringe Tendenz vorzuschiessen. Bereits beim Start und nachher auch im Flug fielen die eher langen Leinen des Maverick 2 auf. Wenn wir hier mit aktuellen Geräten wie dem Factor von Nova, dem Sigma von Advance und dem Alpina von Ozone vergleichen, verliert der Maverick 2 durch die eher langen Leinen etwas vom direkten Feedback an den Piloten und das Handling ist ein wenig weniger direkt als bei der Konkurrenz. Das ist kein Nachteil, sondern eine Eigenschaft, welche einem gefällt oder nicht. In der sehr aktiven Januarthermik aber zeigte der Maverick 2 seine Stärken vor allem im Thermikfliegen. Der Flügel liess sich sehr flach drehen und damit die Thermik sehr effizient ausnutzen. Dies hängt wahrscheinlich auch mit seinem etwas geringeren Grundspeed gegenüber aktuellen Streckenschirmen zusammen. Das Kurbeln in der Thermik ist aus unserer Sicht eindeutig das Jagdgebiet des Maverick 2. Bei bis zu vier Meter Steigen hat ich keine Klapper beobachten können, der Maverick 2 zeigte sich sehr stabil und die Kappe fühlte sich optimal an (nicht zu hart und nicht zu weich). Auch ein In-sich-Arbeiten der Kappe konnte ich nicht beobachten, im Gegenteil, die Kappe stand stets sehr homogen über mir. Der Beschleuniger lässt ohne grossen Kraftaufwand betätigen. Abschliessend denken wir, dass sich der Maverick 2 für Piloten eignet, welche das Langleiner-Feeling schätzen und einen tollen und sehr stabilen Thermikflügel suchen.





















