Testberichte Airdesign


Test Airdesign Rise 3, Grösse S

Material Materialtechnisch wird beim Rise 3 beim Obersegel DOMINICO - DOKDO-20DMF(WR), beim Untersegel Porcher Skytex 27 classic II verwendet. Wir machten bei der Verarbeitung bereits mit dem Volt2, den wir während zwei Saisons geflogen sind, sehr gute Erfahrungen. Insgesamt macht der Rise 3 einen sehr sauber verarbeiteten Eindruck.

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Startvorbereitung/ -verhalten Die aufgeräumten Tragegurte erleichtern dem Piloten die Startvorbereitungen. Die Tragegurte neigen wenig zum Verdrehen, Die Leinen sind nicht ummantelt und daher kann es sein, dass beim letzten unsorgfältigen Packen die Leinen schon mal zuerst unter Zug gebracht und einzeln auseinandergezupft werden müssen. Grundsätzlich gestalten sich die Startvorbereitungen aber einfach. Die Kappe steigt verlässlich über den Piloten, der Schirm hat keine Tendenz zum Hängenbleiben, noch schiesst der Schirm auffällig.


Im Flug Ob ich nun den Volt2 oder den aktuellen Rise 3 fliege, im Flug spüre ich eine hohe Laufruhe, das heisst, der Rise 3 gleitet spurstabil ohne über die Längsachse zu pendeln. Der hohe Kappendruck ist sofort spürbar. Beginne ich in die Thermik einzudrehen, dann nimmt der Rise 3 die Kurvenlage willig an, zeigt aber dort bereits seinen Charakter hin zum Flachdreher. So kann es schon vorkommen, dass ich den Rise 3 manchmal für engere Radien vorzugsweise mit Gewichtsverlagerung unterstütze. Der grosse Vorteil des Rise 3 ist, dass er nie nervös wirkt und den Piloten ruhig seine Arbeit verrichten lässt. Die Kappe arbeitet wenig in sich, wenn es mal sportlich zu und her geht. Dem Piloten vermittelt der Rise 3 jederzeit sehr viel Vertrauen. Es brauchte schon sehr viel, bis ich einen Klapper kassierte und wenn, dann sind die Klapper sehr einfach zu handhaben und öffnen selbständig.


Beschleunigter Flug Eine der grossen Stärken des Rise 3 liegen in seiner hohen Endgeschwindigkeit. Ich habe es nicht ganz genau gemessen, aber ich flog doch immer wieder 50 km/h + im vollbeschleunigten Zustand, was im Klassenvergleich doch hoch liegt. Auch der Verbindungsgurt zwischen B- und C-Gurte zum Stützen des Flügels im beschleunigten Zustand ist eine sehr gute Lösung, welche sehr gut funktioniert. Seine Gleitleistung gehört sicher zum Besten, was es im Moment gibt.


B-Stall Dieses Manöver haben wir nicht erflogen.


Fazit Der Rise 3 reiht sich als highend-B gut in die Reige der sehr leichten Schirme, welche sowohl fürs Streckenfliegen und für hike and fly Abenteuer optimal geeignet sind. Das Startverhalten ist einfach, im Flug habe ich es tendenziell mit einem Flachdreher zu tun, doch entgegen dieser Grundcharakteristik konnte ich beim Testfliegen mit dem Rise 3 nur mit körperunterstütztem Aufschaukeln und sehr wenig Bremseinsatz erstaunlich dynamische und sehr hohe Wingover fliegen! Auf jeden Fall überzeugt der Rise 3 mit einem für seine Klasse einfachen Flugverhalten und sehr hoher Endgeschwindigkeit.

 

Test Airdesign Volt2, Grösse SM

Stefan Stieglair, der ehemalige UP-Konstrukteur, ist mit seiner eigenen Marke Airdesign sehr gut gestartet. Die Produktepalette umfasst heute ein komplettes Schirmprogramm, vom Anfängergerät bis zum Zweileiner. Zudem bieter Airdesign neben Ozone als einziger Hersteller von jedem Modell eine Leichtbauversion an. Der Volt2 ist eine komplette Neuentwicklung und steht für Fliegen mit Komfort in der Sportklasse.

Material Wir sind keine Materialexperten, doch die Verarbeitung macht uns einen sehr, sehr guten Eindruck. Viele Details wie die Handgriffe, bei welchen die Bremsleine nicht mehr verdreht werden kann, sehr sauber vernähte Tragegurten mit einen ausgeklügelten Beschleunigungssystem sind nur einige Beispiele für viele gelungene Details.

Startvorbereitung/ -verhalten Die Tragegurte sind sehr klar aufgebaut und neigen nicht dazu, sich zu verdrehen. Daher muss ich als Pilot auch nicht ständig kontrollieren, ob die Bremse allenfalls verdreht ist. Die Leinenebenen sind aufgrund der wenigen Stammleinen rasch sortiert.
Beim Start steigt der Volt2 sehr kompakt hoch und ist rasch über die ganze Spannweite gefüllt. Der Volt schiesst nicht vor, ist gut zu kontrollieren und und neigt in keinster Weise dazu seitlich auszubrechen. Das Startverhalten ist sehr einfach.

Einklapper Ich flog den Volt2 an zwei Thermiktagen mit eher sportlichen Bedingungen. Dabei zeigt sich die Kappe äusserst Klappresistent. Wenn es dann trotzdem zu einem Klapper kommt, klappt der Volt 2 nicht flächig mit starkem Wegdrehen, sondern weich und progressiv. Die Klapper in der Thermik öffneten sich gleich auch immer wieder selbständig. Erst über 50%-Klapper zeigen eine gewisse Dynamik, aber wirklich gut beherrschbare Dynamik!

Ohren Da der Volt2 nur zwei Stammleinen pro Flügelseite hat, klappt beim Runterziehen der äussersten Stammleine ein doch ansehnlicher Teil der Flügelhälfte weg. Ich habe dabei beschleunigt und jeweils festgestellt, dass die Ohren schon ein wenig schlagen können, doch bleibt das Manöver gut beherrschbar. Die Ohren können also auch über längere Zeit gehalten werden und sind aufgrund der hohen Einklapptiefe sehr effizient.

Flug Ich konnte den Volt2 auf einem 80 Kilometer-Flug ausgiebig testen. Der Volt 2 ist wendig, jedoch nicht so direkt wie ein Cayenne 5, welcher bezüglich des Kurvenhandlings Masstäbe setzt. Dafür aber bietet der Volt2 bezüglich des Pitchverhaltens einen wirklich spürbaren “comfort in flight”. Ich konnte mich voll auf das Fliegen konzentrieren. Auch spielt der Volt2 seinen Vorteil im beschleunigten Flug gegenüber der Konkurrenz voll aus, da ich den bescheunigten Flügel perfekt über die C-Gurte stützen und damit kontrollieren kann. Bei turbulenten Bedingungen musste ich erst sehr spät aus dem Gas. Damit bietet der Volt2 einen grossen, realistisch erfliegbaren Geschwindigkeitsbereich, was sicher eine der grossen Stärken des Volt2 ist.

Fazit Der Volt ist durch und durch ein Wohlfühlschirm. Auch vollbeschleunigt muss ich nicht bei jeder kleinen Turbulenz aus dem Gas, ich bleibe einfach im beschleunigten Flug und stütze den Volt2 effektiv mit den C-Handles. Das klappt beim Volt2 sehr gut. Mich hat der Schirm so überzeugt, dass ich mich für die Saison 2016 für einen Volt2 entschieden habe :-).

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